Meine Arbeit konzentriert sich auf eine wiederkehrende Figur, abgeleitet vom Emu. Sie fungiert nicht als Tier im illustrativen Sinn, sondern als Träger von Zuständen. Die Bilder sind frontal und direkt. Sie verzichten bewusst auf Narration und funktionieren über Präsenz. Mich interessiert der Moment, in dem ein Bild etwas auslöst, bevor es verstanden wird. Wiederholung ist keine stilistische Bequemlichkeit, sondern eine Methode der Konzentration. Innerhalb eines begrenzten visuellen Rahmens verschieben sich Haltung, Spannung und Wirkung jedes Mal. Meine Malerei geht über das Motiv hinaus und ist technisch hoch entwickelt. Sie basiert auf präziser Ausbildung, entfernt sich jedoch bewusst von bloßer Abbildung. Entscheidend ist für mich nicht fotografische Exaktheit, sondern malerische Verdichtung. Parallel dazu entstehen Arbeiten, in denen Tiere als
Träger komplexerer, auch gesellschaftlicher Themen fungieren – reduziert und ohne illustrative Eindeutigkeit. Ergänzend arbeite ich mit Material aus meinem eigenen Prozess. Farbreste, verbrauchte Tuben und Arbeitsfragmente werden zu eigenständigen Trägern von Zeit, Verdichtung und Erinnerung. Die Arbeiten erklären nicht. Sie halten einen Zustand.