Fiona Hernuss ist eine österreichische Malerin mit Sitz in Wien. Ihre künstlerische Ausbildung führte sie zunächst an die Parsons School of Design in Paris und New York, wo sie Grafikdesign studierte. Anschließend absolvierte sie einen MFA an der New York Academy of Art mit einer fundierten akademischen Ausbildung in klassischer figurativer Malerei und traditionellen Techniken der Alten Meister.
Nach ihrem Studium arbeitete Hernuss sowohl als Grafikdesignerin als auch als Malerin und führte beide Disziplinen in ihrer künstlerischen Arbeit zusammen. Ihre Werke verbinden die Direktheit und Präzision des Grafikdesigns mit der Leuchtkraft, Tiefe und beinahe alchemistischen Qualität, die durch den schichtweisen Aufbau klassischer Ölmalerei entstehen kann.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht seit mehr als zwei Jahrzehnten eine wiederkehrende Figur: der EMU.
Hernuss interessiert sich für radikalen Fokus. Anstatt fortwährend nach neuen Motiven zu suchen, geht sie tief in eine Idee hinein und bleibt lange genug bei ihr, um auszuloten, was darin steckt. Sie entschied sich bewusst dafür, einen wesentlichen Teil ihrer künstlerischen Arbeit einer einzigen Figur zu widmen und dem Motiv zu vertrauen, anstatt ihre Arbeit wechselnden Strömungen und Erwartungen des Kunstbetriebs anzupassen.
Je tiefer sie in dieses Motiv eindrang, desto größer wurde das künstlerische Feld.
Durch Veränderungen in Ausdruck, Farbe, Größe und Material entwickelt jeder EMU eine eigene Präsenz. Die Figuren begegnen dem Betrachter frontal und auf Augenhöhe. Hernuss interessiert Kunst, die wirken kann, bevor sie erklärt werden muss – und die Freude, Faszination, Wiedererkennung, Humor, Irritation oder eine unerwartete emotionale Reaktion auslösen kann.
Diese unmittelbare Verbindung zum Betrachter ist zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit geworden. Was als konzentrierte Beschäftigung mit einer einzigen Figur begann, entwickelte sich zu ihrer unverwechselbaren künstlerischen Identität und zu einem sich kontinuierlich erweiternden Feld von Möglichkeiten.
Neben dem EMU entstehen weitere figurative und thematische Arbeiten, in denen Hernuss Beobachtungen, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Themen aufgreift.
Fiona Hernuss stellte international in Europa und den USA aus, unter anderem bei Flux Factory in New York und im Museum of Contemporary Art of Georgia in Atlanta. Ihre Arbeiten wurden auf Kunstmessen wie Art Karlsruhe, Art Austria und Art Innsbruck präsentiert sowie in Auktionen und Online-Katalogen von Sotheby’s New York, Dorotheum und dem Auktionshaus im Kinsky gezeigt.
Zu ihren Kooperationen zählt unter anderem ein österreichweites Projekt mit Nägele & Strubell.
Hernuss wird von Galerien in Österreich und Deutschland vertreten. Ihre Arbeiten befinden sich in internationalen Privatsammlungen.
Sie arbeitet vorwiegend in Öl – von großformatigen Gemälden bis zu kleineren Arbeiten auf Papier – und verwendet dabei auch Materialien wie 24-karätiges Blattgold und Palladium. Sie ist Mitglied der Künstlerhaus Vereinigung Wien.
Neben ihrer Arbeit als bildende Künstlerin ist Fiona Hernuss professionell ausgebildete Sprecherin und arbeitet regelmäßig für Sprachaufnahmen. Darüber hinaus unterrichtet sie Malerei, unter anderem Hundeporträtmalerei an einer Kunstschule sowie in eigenen Atelierformaten.